Aradira Apartments

Kappl2006

Die Apartments liegen im Tiroler Gebiet der Silvretta und sind nördlich und südlich von unzähligen Berggipfeln jenseits der 3000m flankiert. Am Sonnenhang des Paznaun gelegen, richtet sich das Gebäude entlang der Talachse von Ost nach West. Der Name „aradira“ stammt aus dem räteromanischen Sprachgebrauch und bedeutet wörtlich übersetzt Ackerland. Dies entspricht der früheren Nutzung dieses Grundstückes. Die Villen Aradira bilden im Frühjahr, Herbst und Sommer den idealen Ausgangspunkt für Wanderungen, Berg- und Biketouren und im Winter die Rückzugsmöglichkeit nach einem langen, anstrengenden Schi- oder Tourentag.

Das Gebäude schmiegt sich treppenförmig entlang des Hanges und ermöglicht somit für alle 4 Apartmenteinheiten einen ungestörten Blick in die Natur. Gleichzeitig wird dadurch ein Maximum an Privatsphäre für die Bewohner der einzelnen Wohneinheiten gewährt. Auf dem Strassenniveau befinden sich die überdachte Parkebene mit Stellplätzen für jedes Apartment, den dazugehörenden Schi-Schuhräumen, Fahrradräumen und die gesamte Haustechnik des Gebäudes. Über die östlich gelegene Aussentreppe erreichen Sie das Apartment „kirsch, rost, farn oder melange“. Alle Wohnungen sind zweigeschossig ausgeführt. Auf der Eingangsebene befinden sich zwei Schlafzimmer mit separaten Nasszellen und der Garderobenbereich. Über die einläufige Holztreppe gelangen Sie in den oberen Wohnbereich. Hier eröffnet sich gegen Westen hin ein wunderbarer Blick auf die Berggipfel der Silvretta. Als zentrales Element der Wohnebene stellt der Kachelofen den Mittelpunkt des Raumes dar. Im linken Bereich findet das Kochen und Essen statt. Im rechten Teil der Relax- und Wohnbereich. Über die eingeschnittene Sonnenterrasse erreicht man in den Apartments „kirsch und rost“ das östliche Panoramazimmer mit der eigenen Nasseinheit. Über den westlich vorgelagerten Gartenbereich gelangt man zur täglich geöffneten und frei benutzbaren Wellnesszone. Auch hier wird im Ruheraum ein wunderbarer Blick auf das Bergpanorama und die Pfarrkirche Wirklichkeit.

Archiv Ventira Architekten

Bei der Tragkonstruktion, Dämmung und Materialisierung des Gebäudes wurde grösster Wert auf natürliche Materialien gelegt. Das gesamte Traggerippe der Wände und Decken ist als Holzskelettbauweise ausgeführt. Als Wärmedämmung der Aussenhülle und Zwischendecken kam Mineralwolle zum Einsatz. Die Aussenfassade der Längsachsen wurde als hinterlüftete Fassade mit natürlichem Schiefer (25* 35cm) ausgeführt. Die geschlossenen Aussenflächen der Querachsen sind mit rohen Dreischichtplatten in Lärche verkleidet. Bei der Wand- und Deckenverkleidung im Inneren kam eine unbehandelte Lärchenschalung zur Anwendung. Sämtliche Bodenflächen und der Kachelofen sind mit natürlichem Schiefer im Format 20 * 40 cm ausgebildet. Unterhalb der Bodenflächen sorgt eine Niedrigenergiefussbodenheizung für ein gleichmässiges Klima im Gebäude. Die Wandverkleidungen der Nassbereiche und sämtliche Möbel wurden aus dunkelbraunen Betonschalungsplatten gefertigt. Die sichtbaren Kanten wurden mit einem Öl versiegelt.


Die natürliche Belichtung des Gebäudes erfolgt über grosse Fensterflächen im Obergeschoss, welche über die Querwände die Natur und das imposante Bergpanorama in den Raum zu holen scheinen.

Auf der Eingangsebene werden die Schlafzimmer ebenfalls über die Querwände belichtet. Während der Wintermonate werden so die Wohnungen durch die Sonneneinstrahlung aufgeheizt und garantieren dadurch einen minimalen Einsatz der Heizung. Während der Sommermonate gewährleistet der Sonnenschutz an der Westseite ein notwendiges Beschatten und verhindert eine Überhitzung der Räume.

Das Bauwerk ist als Niedrigenergiehaus konzipiert. Die Erdwärmepumpe liefert die notwendige Energie für die Heizung und das Warmwasser. Als Energieverteilung dient die Fussbodenheizung und die Kachelöfen, welche über das Warmwasser und über eine Holzfeuerung gespeist werden.

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